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Vielen Dank für Ihre Meinung!

Ende Juli 2020 wollen wir es konkret wissen: Brauchen die Soester im Westen ihrer Stadt eine weitere KITA?

Wir lassen uns beraten und engagieren einen Dienstleister, der einen Befragungsbogen mit uns entwickelt. Mithilfe des sogenannten KANO-Modells möchten wir Messergebnisse bekommen, die uns sagen, ob und wie der Bedarf von Eltern im Soester Westen besteht bzw. aussieht, wenn es um die Förderung, Versorgung und Behütung ihrer Kleinsten im Alltag geht.

Wir gehen online mit dem Fragebogen. Die Lokalzeitung bereichtet darüber. Wir verteilen Briefe an Haushalte.

Ende August 2020 schließen wir die Umfrage nun und sind gespannt, was die Familien zur Idee einer Kindertagesstätte in der ehemaligen Adam Kaserne sagen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden mit einem Gutschein der Ritterschen Buchhandlung  und freuen uns darauf, weiter mit den Soestern an der Entwicklung des Adam Quartier Soest zu arbeiten!

Artikel im Soester Anzeiger vom 16.07.2020

Brauchen die Soester eine weitere Kita? Wir fragen nach!

Möchten Sie mitmachen? Einfach den QR-Code scannen und ein Buchgutschein kommt als Dankeschön zu Ihnen ins Haus geflattert!

Zwischenfazit nach 2 Jahren: Wie man als Privatunternehmen am Wohnungsmarkt etwas Gutes tun kann

Es ist soweit: Unser Bauantrag für das Adam Quartier Soest ist am Freitag, den 27. März 2020, um 9.36 Uhr bei der Abteilung Bauordnung der Stadt Soest eingegangen.

Hat das länger gedauert als geplant? Unbedingt! Ist das normal in einem ambitionierten Projekt, wie wir es realisieren?

Ein paar Dinge rechtfertigen sicherlich zusätzliche Nachfragen und gewissenhafte Antworten. Die Gestaltung der denkmalgeschützten Fassaden und die Positionierung der Aufzüge zum Beispiel. Das ist es uns wert. Denn hier geht es um Menschen! Um diejenigen, die ab 2021 unsere Mieter*innen sein werden – und sie sollen sich wohl fühlen bei uns.

Das Zwischenfazit nach 2 Jahren: Wie man als Privatunternehmen am Wohnungsmarkt etwas Gutes tun kann

Was wir in den letzten beiden Jahren erfahren haben, über die Möglichkeiten als Privatunternehmen etwas Gutes im Wohnungsmarkt zu tun, darüber sprechen wir nun in einem Zwischenfazit.
Diese Erfahrungen geben wir anderen Projektentwicklern, Visionären und Machern gerne mit auf den Weg. Gleichzeitig ist es uns ein Bedürfnis, unseren zukünftigen Mieter*innen Transparenz zu bieten.

Es ist jetzt an der Zeit, dass wir uns in vielen Bereichen von „weiter so wie bisher“ verabschieden und stattdessen „aktiv verantwortungsbewusst“ sowohl in unsere Stellenbeschreibungen, als auch in unsere Denk- und Machmentalitäten einfügen. Echte Übernahme von sozialer Verantwortung fordert Engagement, Grenzen überwinden, es täglich besser machen. Und zwar auf allen Ebenen, auch in Ämtern, Behörden, Kreisen, Förder-, Zweck- und kommunalen Gesellschaften.

Während wir das tun, was wir fordern, haben wir einiges erkannt:


1. Zukunft ist nicht planbar – aber machbar

Wir haben gelernt, dass Zukunft schwer planbar ist. Das bedeutet nicht, dass wir es lassen sollten, weil es bequemer ist. Das, was wir morgen besser „haben“ wollen, müssen wir heute besser „machen“.

Ja. Wir machen’s einfach! Veränderung beginnt mit Bewegung und ein bloßes zu Papier bringen guter Vorsätze reicht nicht aus, um Zukunft zu gestalten. Reden verbraucht Energie – Machen erschafft Energie.

2. Ein langer, ruhiger Atem hilft beim Gestalten von gemeinschaftlicher Zukunft

Also legen wir los. Das stört so manchen, dem die Gestaltung von Zukunft wenig am Herzen liegt, oder dem die Zukunft einfach zu weit weg ist. Natürlich ist der Bau von innovativen Wohnprojekten, welche Menschen und ihr Gemeinwohl im Sinn haben, schwieriger als jedes banale Renditeprojekt –  und doch treibt uns genau diese Herausforderung an. Wir wollen es besser MACHEN.

Täglich lauert irgendwo ein „Warum machen Sie es nicht wie alle anderen?“ und springt uns mitten ins Gesicht. Glücklicherweise haben wir viel Verständnis, einen langen Atem und ein dickes Fell, unter dem warme Herzen für eine gute Sache schlagen.
 
Wissen wir, wovon wir da sprechen? Ja. Natürlich. Jedes Mitglied unseres Teams hat Erfahrungen im „normalen Wohnungsbau“, der „normalen Finanzbranche“ oder mit „normaler Sozial – oder Bauarchitektur“.

Es reicht uns aber nicht mehr „normal“ zu arbeiten. Wir wollen uns nicht mehr abwimmeln lassen im Feld des „Normalen“, das unserer Zeit in allen möglichen Bereichen nicht mehr entspricht.

3. Bereicherung Weniger auf Kosten der Lebensqualität von Vielen ist kein Bestandteil einer gemeinschaftlichen Zukunft

In unserer Arbeit im „Normalen“ hat uns eines ganz massiv gestört:

Der Wohnungsmarkt bleibt nach wie vor weit hinter dem zurück, was in Bezug auf Gesundheit, Gemeinschaft und Technologie längst Standard sein sollte. Das ist, aus der Perspektive der Mieterinnen und Mieter, den ganz normalen Bürgerinnen und Bürgern einer Stadt, ein ziemlich dürftiges Angebot, das mit einem großen Anteil an künftigen Gesundheits- und Klimaschäden sowie Sondermüll daherkommt – und wenig Raum für Lebensfreude und zeitgemäße Lösungen bietet.

Die Bürokratie hat vieles noch verschlimmbessert mit Vorschriften, Steuern und Abgaben, die natürlich alle am Ende beim Verbraucher, also dem Mieter, landen. Die aufwendige Betriebskostenabrechnung nährt mehrere lukrative Branchen und führt zu Aufschlägen von 50 Prozent der Kaltmiete.

Aber: Wer brav im Schema bleibt und baut wie in den 50er, 60er, 70er und 80er-Jahren bekommt seinen Stempel und ergänzt unser schönes Land um eine weitere Fischgrätenkonserve (das Reihenhaus mit vier Metern Breite, wo alle Räume übereinander sind) oder eine Eigenheimwüste (100 Quadratmeter Eigentum, nur 90-Grad-Winkel und bitte nicht mehr als zwei Kinder!).

Wer es anders will, der hört vor allem diesen Satz:

„Es ist ganz toll, was Sie da machen! Aber… es geht leider nicht.“

4. Eine gute Idee (passend zur politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lage) wird noch lange nicht gefördert oder unterstützt

Die Anzahl der Menschen in unterschiedlichen Positionen in unterschiedlichen Organisationen, die wir in den vergangenen zwei Jahren treffen durften und die unser Projekt „ganz toll“ fanden und „am liebsten einziehen“ würden, hat rasend schnell zugenommen. Das freut uns! Es ist phantastisch, dass wir offensichtlich den Nerv der Zeit und den der Menschen getroffen haben. Offenbar sind es nicht nur wir, die gerne

  • Im Grünen
  • Mit netten Nachbarn
  • Verkehrsberuhigt
  • Schadstoffbefreit
  • Kurzen Wegen
  • Intelligenten Mobilitäts- und Müllentsorgungslösungen
  • Kinder- und familienfreundlich
  • Tierfreundlich
  • Einander wertschätzend

leben und arbeiten wollen. Offenbar wollen das auch Menschen in Behörden und Organisationen, bei denen wir regelmäßig vorsprechen und um Unterstützung bitten.

Tja. Wenn da nicht dieser Satz wäre:

„Es ist ganz toll, was Sie da machen! Aber… es geht leider nicht.“

Dieser spezielle, kleine Satz – der hat auch noch einen großen Bruder. Der tritt im Verborgenen auf und sagt durch sein Nichtsagen:

„Es geht nicht, weil noch niemand da war, der es anders gemacht hat. Es geht nicht, weil mir niemand sagt, was hier richtig ist und welchen Spielraum ich habe. Es geht nicht, weil ich zwar gern wollte, aber x, y oder z nicht. Es geht nicht, weil ich mich nicht für die Verbesserung der Zukunft einsetze, denn so toll und wichtig ist Ihr Projekt dann auch wieder nicht. Es geht nicht, weil ich nicht bereit bin, Verantwortung zu übernehmen.“

5. Weiter machen und nicht beirren lassen

Ende Januar 2020 fand unsere Bauantragskonferenz statt. Das macht man, um vorab zu besprechen, was in einen Bauantrag hinein soll, damit er genehmigungsfähig ist.

Nun, wir haben uns entschieden, nicht das zu tun, was der Bequemlichkeit von Behörden dient, sondern das zu tun, was den Menschen einer Stadt hilft.

Genau so haben wir nun auch unseren Bauantrag eingereicht. Mit dem Blick auf das Gemeinwohl und dem Wissen, dass wir noch Gegenwind bekommen. Das halten wir aus, denn jetzt wollen wir es wissen. Wir sind nicht bereit, so lange Zugeständnisse zu machen, bis wir endlich bei 08/15 angelangt sind. Wir übernehmen Verantwortung für Viele, weil einige Wenige es nicht tun. Wir stehen bereit, ganz konstruktiv.

Seit einigen Wochen entfernen Profis in Schutzanzügen alle Schadstoffe aus unseren drei Gebäudeblöcken. Wir entsorgen die Schadstoffe in unseren Mauerwerken selbstverständlich vollständig und fachgerecht. Da gibt es für uns keine Ausnahmen oder Erleichterungen, wir kümmern uns darum.

Wir haben außerdem Unterstützung von der Südwestfalenagentur und dem Kreis Soest bekommen, um uns im Wirrwarr der Fördertöpfe Nordrhein-Westfalens zu orientieren. Unser Ziel: Das Umsetzen, was andere erdacht und aufs Papier gebracht haben. Das erschaffen, was bereits geschrieben steht an vielen Stellen.

Wir wollen immer noch

  • eine Kita,
  • Co-Working mit Co-Living,
  • unseren eigenen Strom und Wärme erzeugen,
  • Carsharing, Bikesharing, Scootersharing,
  • eine Mobilstation,
  • Kräutergärten, Blumengärten, Grillgärten, Spielgärten,
  • Gemeinschaftsräume für egal was,
  • Barrierefreiheit,
  • Gesundes Raumklima
  • Engagement der Menschen in einer Haus- und Quartiersgemeinschaft,
  • zentrale Waschmaschinen
  • Einfacher Umzug „mit einer kleinen Kiste“, weil wir schon so vieles vor Ort bieten
  • Paketstation,
  • Café,
  • Self-Storage,
  • Digitales Müllkonzept,
  • Schlüsselfreies Wohnen,
  • WLAN für alle, überall im Adam Quartier,
  • grüne Quartiers-Oase mit Mobilitätspunkt und Stellplätzen,  
  • Pauschalmiete, in der „alles inklusive“ ist,
  • Quartiers-App,
  • Helfen, Freude, Leben.

Ist das eine Utopie von ein paar Spinnern? Nein! Kann es ja gar nicht sein, denn es steht in den meisten politischen Schriften der Ziele von Städten und Ländern geschrieben, dass genau DAS, was wir uns für unsere Mieterinnen und Mieter wünschen, gewollt ist – und angeblich auch gefördert und gefordert wird.

Wie es weiter geht? Wir werden transparent und ehrlich darüber berichten. Das wird irgendwann „normal“ sein, haben wir gehört…