Christoph Hellkötter

Projektleiter Christoph Hellkötter zum Thema Bauschadstoffe in Altbauten

Im Zuge von Umbau- und Abbruchmaßnahmen stellen die im Leben eines Gebäudeseingesetzten Baustoffe in Gebäuden eine bestimmende Einflussgröße für die Planung und vor allem in der Ausführungsphase dar. Bauschadstoffe beeinflussen entscheidenddie Auswahl der Arbeitsverfahren, den Umfang des Arbeits- und Personenschutzes, Zeitrahmen und Kosten einer Maßnahme.

Grundlage einer erfolgreichen und wirtschaftlichen Schadstoffsanierung ist eine gründliche und umfassende Planung. Das erfordert detaillierte Kenntnis über die Art der eingesetzten Baustoffe und deren Verhalten in einem Gebäude.

Hierzu werden Art, Lage und Umfang der Bauschadstoffe ermittelt. Die Recherche in Bauakten und die umfangreiche Gebäudeinspektion inklusive Probenahme durch Fachkundige, sowie die Laboranalyse verdächtiger Materialien sind hierbei wesentliche Instrumente.

Der Fachkundige legt die Anzahl und Lage der Probeentnahmepunkte anhand der für die jeweiligen Maßnahmen geforderte Untersuchungstiefe fest.

Die Bauschadstoffe, die uns dabei insbesondere interessieren sind PAK, PCP, PCB, KMF (alles künstliche Mineralfasern), Schwermetalle und natürliche Mineralfasern wie z.B. Chrysotil (Weißasbest). 

Der Einsatz von Asbest in Putz- und Spachtelmassen wurde früher unterschätzt. Heute weiß man, dass dieser Schadstoff meistens unter mehreren Deckschichtenverborgen ist, zum Beispiel in Putz oder in Wandfarben, die bis Mitte der 90er Jahre in Baumärkten frei verkäuflich waren. Dasselbe gilt auch für Schadstoffewie PCB, die in Dichtungsmassen, Voranstrichen, Bodenbelagskleber und Imprägnierungenenthalten sein können oder PAK, die in den 50er bis 70er Jahren für Kleber von Parkettböden eingesetzt wurden.

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