Mobilstationen? E-Mobilität? Was heißt das konkret? Familie Gürtler aus Soest wird Ihre Jahresplanung am 2. Januar 2022 auf andere Art und Weise machen

Die vierköpfige Familie sitzt im Quartier-Café des Belgischen Viertels. Das Gemeinschaftshaus B7 besitzt in der unteren Etage ein paar gemütliche Ecken mit Sitzkissen und Hängesesseln, in denen die Eltern Karl und Franziska gerade zusammen mit ihren Kindern Joschi und Dana überlegen, wohin es dieses Jahr im Sommerurlaub geht. Ein Kurztrip zu den Großeltern hoch an die Nordsee soll ebenfalls dabei sein.
„Und was ist mit Ski-Urlaub?“ will Dana wissen.
Karl und Franziska blicken sich kurz an.
Hm? Ist Ski-Urlaub am Ende des Jahres auch noch mit drin? Oder vielleicht sogar… schon in ein paar Wochen, während der Osterferien?

Klare Kosteneinsparung durch Sharing-Modelle

Familie Gürtler blickt zum ersten Mal anders auf ihre Urlaubsplanung und auch alles andere, was mit Autos zu tun hat. Denn: sie besitzen kein eigenes Auto mehr. Dafür eine App, die ihnen mitteilt, welche Autos, Fahrräder und E-Scooter im Adam Quartier Soest, aber auch der Stadt Soest für sie zur Verfügung stehen. Neu ist auch: Sie sparen dadurch Geld und sind ein paar Sorgen los. Denn das hier fällt weg:

  • Kauf eines neuen Autos
  • Versicherung des Autos
  • Zahlung von KFZ Steuer
  • Service samt Rechnung
  • Reifenwechsel
  • Angst vor Diebstahl
  • Angst vor Beschädigung
  • Lästige Parkplatzsuche oder Anmietung eines Stellplatzes

Karl Gürtler beschreibt es so:
„Erst konnte ich mir ein Leben ohne eigenes Auto gar nicht vorstellen, aber dann haben Franziska und ich uns Kosten inklusive Vor- und Nachteile vor Augen geführt. Es macht Sinn.

An Mobilstationen können per App verschiedene Fahrzeuge bequem gemietet werden.

In Zukunft werden viele Menschen darauf verzichten, eigene Autos zu haben. Vor allem, wenn so wie hier die Anbindung optimal ist. Die öffentlichen Busse halten neben der Kita, an den neuen Mobidig-Stationen der Stadt kann man Lastenräder und Autos mieten und dann haben wir hier im Quartier noch zusätzliche Autos und Fahrräder zum Ausleihen.

Mit einem eigenen Auto kann man fahren wann und wohin man will. Mit den Sharingmodellen können alle Familienmitglieder fahren wann und wohin sie wollen, sogar gleichzeitig und mit dem jeweils passenden Fahrzeug.

Klar, manchmal muss man fünf Minuten laufen, um in das gewünschte Auto einzusteigen… aber ehrlich gesagt, war mein Stellplatz früher auch fünf Minuten entfernt.  Das Beste überhaupt ist: ich bin die Last des Eigentums los. Ich muss mich um nichts mehr kümmern!“

Für jede Person im Haushalt steht das passende Fahrzeug zur Verfügung – das ist Autofahren der nahen Zukunft

Mobilstationen erhöhen persönliche Flexibilität

Franziska Gürtler hat auch eine klare Haltung:
„Wir hatten vorher einen großen Kombi, wegen der Kinder und zum Einkaufen. In der Stadt war das immer ein Horror mit der Parkplatzsuche.
Heute nehme ich

  • einen Ford Ka, wenn ich meine Freundin im Nachbarort besuche,
  • einen Kombi für die Fahrt ins Gartencenter und
  • Einen Minibus, wenn wir zum Skifahren wollen.
Mieten statt Kaufen. Teilen statt Besitzen. An Mobilstationen leihen sich Anwohner*innen für die Situation passende Autos, Fahrräder, E-Scooter und Co. bei Bedarf

Unsere Tochter Dana macht gerade den Führerschein. Sie muss gar nicht auf ein eigenes Auto sparen oder bei uns darum betteln, dass sie das Familienauto bekommt. Sie hat einfach ihr eigenes Mietbudget und sucht sich den Wagen aus, den sie braucht.“

Joschi ergänzt: „Seitdem es die coolen E-Bikes gibt, fährt Papa nur noch mit dem Fahrrad! Zum Bäcker, zum Bahnhof, zur Kirmes und sogar bis nach Lippstadt.“

Als die Familie schließlich feststellt, dass durchaus ein Ski-Urlaub im Budget drin ist, klappt Vater Karl zufrieden den Laptop zu. Über die App des AQS hat er eben einen Minibus reserviert und verkündet stolz: „Sonne, Pulverschnee, Unterkunft klar gemacht – wir fahren morgen!“

Ein Erklärvideo zu NRWs Mobilitätskonzept finden Sie hier:

https://pressebereich.mobil.nrw/videos/ueber-mobilnrw.html

Und Informationen über das Soester Mobilitätskonzept hier:

https://www.digital-soest.de/projekte/15-mobilitaet/62-mobidig-mobilstationen

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