Altstadt Kirmes Soest

Feiern auf westfälisch: Team Armand Adam auf der Soester Kirmes 2018

Wir reisen extra einen Tag früher an. Verlassen Leipzig und München für eine Stadt im Ausnahmezustand:

Soest.

Wir wollen den Anfang nicht verpassen, wenn die Westfalen jeden Rheinländer in die Tasche feiern. Dabei sein, wenn das angeblich Unmögliche passiert und der Soester einen Auswärtigen freundschaftlich in die Arme schließt.

„Während der Altstadtkirmes, da sind wir alle gleich!“ lallt irgendjemand Mittwochabend in mein Ohr. Als ich mich umdrehe, kann ich die Stimme nicht mehr zuordnen. Die Menschenmasse hat ihn verschluckt.

Stimmt das? Hat er recht damit?

Von „A“ wie Altstadt geht Team Armand Adam nach „B“ wie Bullenauge. Wir verprügeln „F“ wie Frösche und vereinbaren einen Treffpunkt für Verlorene bei „H“ wie Hydrant. Treffen beim Kirmesbummel mit Bürgermeister Dr. Ruthemeyer „M“ wie (bekannte und unbekannte) Menschen bis wir Donnerstagabend „Z“ wie Zubettgehen einläuten. Um eine wertvolle Erfahrung reicher:

Der Soester, der hat was Besonderes.

Der lässt nicht jeden rein. Der Soester verlässt sich auf seine Mauer, die uralt in sandsteingrün das in sich trägt, was einem Fremden unsichtbar entgegen tritt – und ihn scheinbar ausschließt. Wer genau hineintaucht in den Kern dieser Stadt, der bemerkt vielleicht, dass eine Mauer zwar Grenzen aufzeigt – aber man kann sich auch anlehnen bei ihr. Und darauf vertrauen, dass sie auch noch weitere hundert Jahre hält.

Das nehmen wir uns als Beispiel und mauern stabile Gebäude im Adam Quartier Soest. Bauen Vertrauen und Stabilität hinein. Bloß den Anstrich der Wände, den machen wir nicht in grün. Wir haben gehört, ziegelrot gefällt dem Soester einen Ticken besser. Passt ja auch zum roten Schlüssel der Stadt, den man nur erhält, wenn man auf eine ganz bestimmte Art mauern kann.

Text: Sabrina Rahtgens

Bilder: Christoph Hommerich

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