Christoph Hellkötter

Projektleiter Christoph Hellkötter zum Thema Bauschadstoffe in Altbauten

Im Zuge von Umbau- und Abbruchmaßnahmen stellen die im Leben eines Gebäudeseingesetzten Baustoffe in Gebäuden eine bestimmende Einflussgröße für die Planung und vor allem in der Ausführungsphase dar. Bauschadstoffe beeinflussen entscheidenddie Auswahl der Arbeitsverfahren, den Umfang des Arbeits- und Personenschutzes, Zeitrahmen und Kosten einer Maßnahme.

Grundlage einer erfolgreichen und wirtschaftlichen Schadstoffsanierung ist eine gründliche und umfassende Planung. Das erfordert detaillierte Kenntnis über die Art der eingesetzten Baustoffe und deren Verhalten in einem Gebäude.

Hierzu werden Art, Lage und Umfang der Bauschadstoffe ermittelt. Die Recherche in Bauakten und die umfangreiche Gebäudeinspektion inklusive Probenahme durch Fachkundige, sowie die Laboranalyse verdächtiger Materialien sind hierbei wesentliche Instrumente.

Der Fachkundige legt die Anzahl und Lage der Probeentnahmepunkte anhand der für die jeweiligen Maßnahmen geforderte Untersuchungstiefe fest.

Die Bauschadstoffe, die uns dabei insbesondere interessieren sind PAK, PCP, PCB, KMF (alles künstliche Mineralfasern), Schwermetalle und natürliche Mineralfasern wie z.B. Chrysotil (Weißasbest). 

Der Einsatz von Asbest in Putz- und Spachtelmassen wurde früher unterschätzt. Heute weiß man, dass dieser Schadstoff meistens unter mehreren Deckschichtenverborgen ist, zum Beispiel in Putz oder in Wandfarben, die bis Mitte der 90er Jahre in Baumärkten frei verkäuflich waren. Dasselbe gilt auch für Schadstoffewie PCB, die in Dichtungsmassen, Voranstrichen, Bodenbelagskleber und Imprägnierungenenthalten sein können oder PAK, die in den 50er bis 70er Jahren für Kleber von Parkettböden eingesetzt wurden.

Artikel im Soester Anzeiger vom 29.11.18

„Ohne Gemeinschaftssinn kein Mietvertrag“ berichtet Holger Strumann vom Soester Anzeiger am 29.11.18 über unser Projekt Adam Quartier Soest.

Zum vollständigen Beitrag geht es hier:

https://www.soester-anzeiger.de/lokales/soest/ohne-gemeinschaftssinn-10767534.html

 

Altstadt Kirmes Soest

Feiern auf westfälisch: Team Armand Adam auf der Soester Kirmes 2018

Wir reisen extra einen Tag früher an. Verlassen Leipzig und München für eine Stadt im Ausnahmezustand:

Soest.

Wir wollen den Anfang nicht verpassen, wenn die Westfalen jeden Rheinländer in die Tasche feiern. Dabei sein, wenn das angeblich Unmögliche passiert und der Soester einen Auswärtigen freundschaftlich in die Arme schließt.

„Während der Altstadtkirmes, da sind wir alle gleich!“ lallt irgendjemand Mittwochabend in mein Ohr. Als ich mich umdrehe, kann ich die Stimme nicht mehr zuordnen. Die Menschenmasse hat ihn verschluckt.

Stimmt das? Hat er recht damit?

Von „A“ wie Altstadt geht Team Armand Adam nach „B“ wie Bullenauge. Wir verprügeln „F“ wie Frösche und vereinbaren einen Treffpunkt für Verlorene bei „H“ wie Hydrant. Treffen beim Kirmesbummel mit Bürgermeister Dr. Ruthemeyer „M“ wie (bekannte und unbekannte) Menschen bis wir Donnerstagabend „Z“ wie Zubettgehen einläuten. Um eine wertvolle Erfahrung reicher:

Der Soester, der hat was Besonderes.

Der lässt nicht jeden rein. Der Soester verlässt sich auf seine Mauer, die uralt in sandsteingrün das in sich trägt, was einem Fremden unsichtbar entgegen tritt – und ihn scheinbar ausschließt. Wer genau hineintaucht in den Kern dieser Stadt, der bemerkt vielleicht, dass eine Mauer zwar Grenzen aufzeigt – aber man kann sich auch anlehnen bei ihr. Und darauf vertrauen, dass sie auch noch weitere hundert Jahre hält.

Das nehmen wir uns als Beispiel und mauern stabile Gebäude im Adam Quartier Soest. Bauen Vertrauen und Stabilität hinein. Bloß den Anstrich der Wände, den machen wir nicht in grün. Wir haben gehört, ziegelrot gefällt dem Soester einen Ticken besser. Passt ja auch zum roten Schlüssel der Stadt, den man nur erhält, wenn man auf eine ganz bestimmte Art mauern kann.

Text: Sabrina Rahtgens

Bilder: Christoph Hommerich

Adam Quartier Soest (Block 4 und 5)

Was steckt drin im Baustoff? Mit Sorgfalt geplant für eine gesunde Wohnumgebung

Das Telefon in der Münchner Zentrale klingelt. Frau Kellner ist am Apparat. Wir kennen uns bereits:

Vor einigen Wochen hat sich die Soester Rentnerin für eine Wohnung in der ehemaligen Adam Kaserne beworben. Ihre Stimme klingt besorgt. Sie hat gehört, dass wir baustoffliche Untersuchungen in unseren Gebäuden vornehmen.

„Wissen Sie, meine Tochter hat mit ihrem Mann eines der Einfamilienhäuser im Belgischen Viertel gekauft. Ich möchte gerne in deren Nähe wohnen. Schon alleine der Enkelkinder wegen“, betont sie.

Seit unserem letzten Telefonat weiß ich, dass Frau Kellner Rentnerin mit Familienanschluss ist. Sie lebt mit einem Hund zusammen, hat zwei Kanarienvögel, pflegt den Garten einer erkrankten Freundin. Sie vermisst ihren kürzlich verstorbenen Ehemann und backt am liebsten Apfelkuchen mit Hefeteigboden. Mürbeteig ist ihr zu süß.

Neuerdings hat sie Aquarellmalen angefangen, aber die Bilder sehen schlechter aus, als die von ihrer sechsjährigen Enkeltochter.

Jetzt sorgt sie sich um deren Gesundheit genauso, wie um ihre eigene.

„Und eigentlich will ich ja bei Ihnen einziehen! Da lese ich, dass Sie nach Schadstoffen suchen…“ sagt sie jetzt.

 

Sorgfältige Planung beinhaltet Baustoffuntersuchungen

„Frau Kellner, wenn es so weit ist und Sie bei uns wohnen, können Sie ganz beruhigt sein. Es gehört am Anfang einfach dazu, Bausubstanzen zu bewerten. Wir planen unsere Projekte sorgfältig und nehmen uns Zeit. Als Vermieter sehen wir uns in der Verantwortung, gesunde Räume zu vermieten“, antworte ich.

Wir sprechen kurz darüber: Früher wurden beim Bau Materialien verwendet, von denen wir heute wissen, dass sie Menschen krank machen können. Um sicherzustellen, dass in den alten Gebäuden bei Einzug unserer Mieter*innen keine schädliche Stoffe sind, haben wir deshalb frühzeitig Spezialisten beauftragt. Die nehmen detaillierte Untersuchungen der Bausubstanzen vor.

 

Wohnen mit bester Lebensqualität

„Bis wir alle Ergebnisse haben, dauert es noch ein bisschen“, sage ich abschließend. „Sie können sich auf jeden Fall darauf verlassen, dass Sie zukünftig in einer Wohnung leben werden, die von bester Qualität ist. Sollten Schadstoffe vorhanden sein, dann werden diese sorgsam entfernt und im Anschluss umweltgerecht entsorgt.“

Wir versprechen einander, in Kontakt zu bleiben. Nicht nur der Bausubstanzen wegen. Frau Kellner hat versprochen, unserem Team einen Apfelkuchen mit Hefeteigboden zu backen – und bei dem ist es wie mit unseren Gebäuden: Er schmeckt umso besser, je sorgsamer man die Zutaten auswählt.

Kick-Off in München: Team Armand Adam beginnt Projekt Adam Quartier Soest

Im Juni 2018 reisten sie aus Soest (kipp Immobilien/Thorsten Schlieckmann sowie Impuls3A/Matthias Hille und Guido Stock) und Leipzig (Hellkötter Architekten) nach München (Christoph Hommerich, Laura Kloers und Sabrina Rahtgens): Die Team-Mitglieder des Projektes Adam Quartier Soest.

Mit dem Ziel vor Augen, ab sofort ein zukunftsweisendes Projekt umzusetzen, traf das interdisziplinäre Team aus Sozialwirten, Juristen, Betriebswirten und Architekten im Kreativbüro Kitchen2Soul zusammen.

Aus drei Kasernenblöcken werden Wohräume für die Gesellschaft entstehen und Mehrwerte für Bürgerinnen und Bürger geschaffen. Viele Ideen kombiniert mit baulichen Machbarkeiten fanden in diesen Sommertagen ihren Weg in einen Projektplan, der das Wohnen der Zukunft greifbar nah macht.

Fragen zum Bau des Projekts? Christoph Hellkötter kennt die Antwort: AQS@baunetz.de

Fragen zur Vermietung der Gebäude? Thorsten Schlieckmann weiß Bescheid: ts@kipp-immo.de

Lust, das Team kennen zu lernen? Hier geht es zur Teamseite.